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Haus und Name

Wer war Magnussen?

Das Haus trägt den Namen der Straße. Benannt ist sie nach dem Maler Christian Carl Magnussen, der ab 1875 in Schleswig lebte.

Das Haus Magnussen an der Magnussenstraße in Schleswig, gelber Backsteinbau mit blau gefassten Fenstern.

Der Maler der Friesen

Bleistiftzeichnung von Christian Carl Magnussen im Profil: bärtiger Mann mit lockigem Haar und Schnurrbart, darunter eine handschriftliche Widmung.

Christian Carl Magnussen, gezeichnet im Familienkreis. Die Bildunterschrift nennt ihn „Onkel Chrischan“.

Christian Carl Magnussen wurde am 31. August 1821 in Bredstedt geboren, im nordfriesischen Teil des damaligen Herzogtums Schleswig. Er lernte an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, unter anderem bei dem Bildhauer Herman Wilhelm Bissen, und verbrachte von 1846 bis 1848 zwei Jahre in Rom, wo er Szenen aus dem Alltag zeichnete und malte.

Bekannt wurde er mit etwas anderem: mit Bildern vom Leben der Friesen. Seine Darstellungen von der Insel Föhr, von Trachten, Werkstätten und Wohnstuben trugen ihm den Beinamen ein, unter dem er bis heute geführt wird – der Maler der Friesen. In der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins nimmt er damit einen eigenen Platz ein.

Sein Ruf reichte über die Landesgrenzen hinaus. Magnussen porträtierte Königin Victoria und gab Zeichenunterricht, unter anderem der späteren Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelm II.

Gemälde von Christian Carl Magnussen: In einer friesischen Stube sitzen vier Männer beim Kartenspiel am Tisch, rechts zwei Frauen in Tracht, im Hintergrund Sprossenfenster.

„Kartenspieler“ – eine friesische Stube, wie Magnussen sie malte. Solche Bilder vom Alltag auf Föhr trugen ihm seinen Beinamen ein. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.


Der zweite Anfang in Schleswig

1875 zog Magnussen nach Schleswig, das inzwischen preußisch geworden war. Dort gab er die Malerei auf.

Statt zu malen, gründete er in Schleswig eine Holzschnitzschule. Sein Ziel war es, die Techniken der alten Meister wiederzubeleben – das Handwerk also, nicht die Kunst im Salon. Die Industrie setzte den Handwerksberufen damals bereits zu.

Am 18. Juni 1896 ist Christian Carl Magnussen in Schleswig gestorben. Sein Sohn Harro Magnussen wurde Bildhauer. Die Straße, an der unser Haus steht, trägt bis heute seinen Namen.


Das Haus heute

Was man dem Haus ansieht: den hellen, gelblichen Backstein, der an der schleswigschen Ostküste verbreitet ist. Den Staffelgiebel über dem Eingang, dessen Stufen sich nach oben verjüngen. Die Fensterrahmen in jenem kräftigen Blau, das an dieser Küste auf Türen, Booten und Fensterläden wiederkehrt.

Die Freitreppe führt zu einer Veranda mit Sprossentüren. Vor dem Haus liegt kein Vorgarten, sondern eine Parkanlage mit alten Bäumen und geschnittenen Buchskugeln, die bis zur Hecke reicht. Dahinter, ein Stück tiefer, beginnt Schleswig – und in der Ferne liegt das Wasser.

Blick vom Garten des Hauses über Hecken und Dächer hinweg auf die Schlei.
Wohnzimmer der Ferienwohnung mit alter Holzbalkendecke und hellen Dielen.

Die Ferienwohnung liegt im Hochparterre. Die Balkendecke im Wohnraum und die Dielen stammen noch aus der Bauzeit des Hauses.


Woher die Angaben stammen

Die Lebensdaten und der Werdegang Christian Carl Magnussens folgen dem Nordfriesland-Lexikon des Nordfriisk Futuur sowie dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel. Für die Veröffentlichung sollten sie gegen eine gedruckte Quelle gehalten werden – etwa gegen Ernst Schlees Monografie „Christian Carl Magnussen. Ein Künstlerschicksal aus der Kaiserzeit“.

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