Schleswig und die Schlei
In Schleswig finden Sie eine Wikingersiedlung, einen Dom mit einem bedeutenden Schnitzaltar und ein Schloss mit zwei Landesmuseen. Dazwischen liegt die Schlei.
Schloss Gottorf und der Neuwerkgarten
Das Schloss
Vier Flügel um einen Innenhof, im Kern aus dem 16. Jahrhundert, einst Sitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Heute stecken zwei Landesmuseen darin: Kunst und Kulturgeschichte im Schloss, Archäologie gleich nebenan – mit den Moorleichen und dem Nydam-Boot.
Für beide Museen an einem Tag sollten Sie ausreichend Zeit einplanen.
Der Neuwerkgarten
Der Barockgarten wurde nach historischen Plänen wiederhergestellt – Terrassen, Heckenornamente, ein Wasserbecken auf der Mittelachse. Am oberen Ende steht das Globushaus mit dem Gottorfer Globus: eine begehbare Kugel von gut drei Metern, innen der Sternenhimmel, die im 17. Jahrhundert als Weltwunder galt.
Was Sie sonst noch finden
Schloss Gottorf
Die Schlei
Haithabu
Gottorfer Globus
Die Schlei
Kein Fluss und kein See, sondern eine Förde, die sich dreißig Kilometer weit von der Ostsee bis nach Schleswig zieht. Am Ufer führt ein Weg entlang.
Wikingermuseum Haithabu
Die bedeutendste Handelssiedlung Nordeuropas der Wikingerzeit, heute Unesco-Welterbe. Museum und sieben rekonstruierte Häuser direkt am Wasser. Mit dem Auto schnell erreicht, mit dem Rad eine schöne Strecke am Noor entlang.
St.-Petri-Dom
Gotischer Backsteinbau mit einem 112 Meter hohen Turm. Innen der Bordesholmer Altar von Hans Brüggemann, um 1520 aus Eichenholz geschnitzt.
Fischersiedlung Holm
Ein eigenes Viertel aus kleinen Häusern rund um einen Friedhof, seit Jahrhunderten von Fischerfamilien bewohnt. Schmale Gassen, Stockrosen an den Wänden, dahinter sofort das Wasser.
Altstadt und Hafen
Kopfsteinpflaster, Giebelhäuser, Cafés am Hafen. Kurz genug, um sie an einem Vormittag zu Fuß zu durchqueren.
Wege und Radtouren
Der Schlei-Radweg beginnt praktisch vor der Haustür und führt bis nach Kappeln und Schleimünde. Für einen Tagesausflug reicht die erste Hälfte.
Zu welcher Jahreszeit
Im Frühjahr ist der Neuwerkgarten am schönsten und die Stadt noch leer. Im Sommer gehört die Schlei den Seglern, und abends bleibt es lange hell – hier oben länger als weiter südlich.
Im Herbst färbt sich der Schlosspark, und Haithabu ohne Besuchergruppen ist eine andere Erfahrung. Im Winter wird es früh dunkel und die Museen sind die beste Idee, die man haben kann – dafür hat man den Uferweg für sich.